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Denkmalgerechter Umbau eines Einfamilienhauses | Leipzig
Der Umbau dieses Denkmals ist im Maßstab bescheiden: 70qm Grundfläche werden mit einem Anbau von 20qm ergänzt.
Das Gebäude aus dem Jahr 1934 ist in seiner Substanz hervorragend erhalten und soll doch grundlegend erneuert werden. Mit einer Vielzahl sensibler Eingriffe gelingt der Erhalt historischer Bauteile: Kastenfenster, Türen, Gläser und Putz; sowie die Beheizung mittels Erdwärme.
Im Besonderen wurde auf die Bauökologie mit Verwendung nachwachsender Baustoffe wie Lehm und Holzwolledämmung geachtet. Auf Kunststoffe konnte fast vollständig verzichtet werden.
Der Anbau erweitert das Gebäude auf seiner Gartenseite, ähnlich einer Terrasse mit Pergola. Das Tragwerk ist aus Lärche und regionalen Ziegeln konstruiert. Die Ziegelwände zitieren den Sockel des Hauptgebäudes und tragen das auskragende Dach im Innen- und Aussenraum.
Am Ort des Anbaus stand ein alter Kirschbaum. Der Baum wurde von einem Tischler eigenhändig gefällt, über die Bauzeit von drei Jahren getrocknet, zugeschnitten und in seiner Werkstatt gefertigt. Nach dem Bau ist die Kirsche als Tisch im Neubau wiederauferstanden.
Das Tragwerk besteht aus lokal gefertigtem Ziegel und Lärchenholz. Der Holzrost ist mit Schwalbenschwanz-Verbindungen vorgefertigt und in einem Stück montiert. Er wurde in wenigen Stunden auf die tragenden Ziegelwände aufgelegt.
Das Denkmal wurde Innenseitig mit Holzwolle ausgekleidet und mit Lehm verputzt. Dafür waren umfangreiche Anpassungen im Detail erforderlich: Glastausch der Kastenfenster, Verlängerung der Fensterladen-Kurbeln und Fensterbänke.
Planungszeitraum
2022-2025Ort
LeipzigStatus
fertiggestelltAuftraggeber
privatKooperation
Laura Bracke • Theresa Schönheit • Carolin WinklerLeistungsphasen
1-9Größe
300 m2Fotos
Philip Heckhausen